Tausendeimerberg und Burgberg, zwei Seiten der gleichen Medaille könnten unterschiedlicher nicht sein. Die idyllisch gelegene Ried Burgberg stellt die Donau-abgewandte Seite des Tausendeimerberges dar. Lamellenartige Wechsellagerungen aus kalkhältigen sandig-mergeligen Schichten stellen sowohl geologisch-bodenkundlich, also auch optisch einen Kontrast zu den in der Wachau vorherrschenden Gneisen dar.
Diese wurden vor 15-16 Millionen in einem Meer abgelagert. An erosionsgeschützten Lagen konnten sich bis heute Reste davon halten und bilden lokal den Untergrund von Weingärten. Der schwere und kalkhältige Boden stehen in großem Kontrast zu den benachbarten leichten Böden aus verwittertem Gneismaterial. Auch hier liefert der Grüne Veltliner hervorragende Ergebnisse
Unterhalb des Roten Tores gelegen und bereits 1234 erstmals urkundlich erwähnt.
Tiefgründiger, tonhältiger Boden.
Die Achspoint bezeichnet den Hangfussbereich und den ebenen Bereich zwischen dem Singerriedel und der Ried Pluris sowie den Hangbereich des Roten Tors. Der Name lautete ursprünglich „Abtspoint“ und gibt Aufschluss über die ehemaligen Besitzverhältnisse. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1243 als „Akspevnt“ nachgewiesen.
Im windgeschützten Kessel von Spitz befindet sich die Lage Axpoint. Hier lagerten anhaltende Westwinde während der letzten Eiszeiten mächtige Lössschichten ab. Löss besteht hauptsächlich aus Schluff, einer Korngrößenfraktion des Bodens, die zwischen grobem Sand und feinem Ton liegt und vom Winde bevorzugt verlagert werden kann (Schluff: 0,063 – 0,002 mm).
Im Mineralbestand von Löss dominieren Quarz, Feldspäte, Glimmer, Tonminerale und Calcit (Kalk). Eisenoxide färben den Löss gelblich-braun.
Am Steinborz findet sich das östlichste Vorkommen des Spitzer Granodioritgneises. Das Gestein ist wie der Gföhler Gneis bei Dürnstein und Loiben ein sogenannter Orthogneis, der durch Umwandlung aus einem granitähnlichen Gestein hervorgegangen ist.
Hinzu kommt dunkler, basenreicher Amphibolit, ein ständiger Begleiter des Spitzer Granodioritgneises. Beide Gesteine sind am Steinborz stark verwittert und tiefgründig aufgemürbt. Spalten und Klüfte sind mit ausgefallenem Kalk verfüllt, ein Geschenk der vormaligen Lössbedeckung, die an anderen Stellen noch vorhanden ist.
Der hohe Verwitterungsgrad der Gesteine ermöglicht es den Reben, sich einen großen Wurzelraum zu erschließen.
Der vielfältige Paragneiskomplex im Bereich der Lage Seiber ist in den unteren Terrassenweingärten des Vorder-Seiber von einer Rutschmasse geprägt. Der Oberboden des Profils zeigt einen ca. 20 cm mächtigen Mineralhumushorizont der direkt über verwittertem Hangschuttmaterial liegt.
Die hellen Steine sind Bruchflächen großer Feldspäte. Bei den rötlich-braunen Überzügen handelt es sich um Eisenoxide, die im Zuge der Verwitterung entstanden sind. Unten befindet sich der aufgemürbte Paragneis, mit Einlagerungen von Hornblendengneis und dunklem Amphibolit.
Extrem steile Steinterrassen mit kristallinen Verwitterungsböden. Reiner Südhang. Eines der Wahrzeichen von Spitz. Rund 1000 Eimer (1 Eimer entspricht in etwa 56 Liter) Wein sollen von diesem Berghang geerntet worden sein.